
Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39
Pressemitteilung vom 6.1.2009
Umweltministerium erwägt B 4-Ausbau statt A 39
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 hat die laufenden Biotopkartierungs- und Vermessungsarbeiten der Straßenbaubehörde als „zigmillionenteure Planungen für die Schublade“ charakterisiert und in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme des Umweltministeriums im Rahmen des Linienbestimmungsverfahrens hingewiesen. Minister Gabriel hatte im Rahmen seiner Zuständigkeit für den „besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrag“ („Ökosternchen“) bei der A 39 gegenüber dem Verkehrsministerium zwar grundsätzlich dem Linienbestimmungs-Verfahren zugestimmt, aber angesichts der noch nicht abgearbeiteten „umwelt- und naturschutzfachlichen Konflikte“ eine „Modifikation der Trassenführung oder Vorkehrungen zur Vermeidung“ eingefordert.
Insbesondere angesichts der „erheblichen Beeinträchtigung des FFH-Gebiets Ilmenau mit Nebenbächen“ bleibe für das Umweltministerium offen, „ob andere ernst zu nehmende und weniger beeinträchtigende Alternativen wie z.B. der Ausbau der B 4 zu würdigen“ seien.
Bei der Bewertung der Zerschneidungs- und Barrierewirkungen seien bisher nicht berücksichtigt, falsch bewertet oder missachtet worden: das Grüne Band entlang der ehemaligen Grenze, gesamtstaatlich repräsentative Großprojekte des Bundes, Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundes, Metropolnetz Hamburg (Vernetzung von Ausbreitungsachsen für den Fischotter), Karte Lebensraumkorridore für Mensch und Natur, Karte Lebensraumnetzwerke und Wiedervernetzungskonzept der Wildkatze. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung befasse sich vor allem mit der Vermeidung von Rechtsfolgen und weniger mit der Feststellung von Beeinträchtigungen wichtiger Funktions- und Verbundzusammenhänge in der Landschaft.
Auch die Vorprüfungen der 16 Naturschutz-FFH-Gebiete, die bereits jetzt in zehn Fällen mögliche Beeinträchtigungen konstatierten, entsprechen laut Umweltministerium nicht dem aktuellen Stand der Rechtsprechung mit ihren verschärften Bewertungsmaßstäben sowie dem Stand von Wissenschaft und Praxis. Charakteristische Lebensraumtypen und charakteristische Tierarten seien nicht abgedeckt, ebenso die Lärm-, Schadstoff- und Licht-Immissionen auf FFH-Gebiete und die generellen Wirkungen auf die Gebiete außerhalb des bisher gewählten 50-Meter-Abstands, z.B. auf Fortpflanzungs- und Ruhestätten von besonders und streng geschützten Arten wie z.B. Zugvögeln.
Die vom Umweltministerium aufgestellten Forderungen nach Grünbrücken, Wilddurchlässe, Fließgewässerquerungen, Amphibiendurchlässe, Überflughilfen für Fledermäuse und Aufständerungen für A 39 und B 190n führen nach Einschätzung von Annette Niemann als Sprecherin der A39-Gegner zu einer weiteren Kostensteigerung zusätzlich zur Baupreisexplosion und somit zu einer weiteren Verringerung des ohnehin schon „einmalig schlechten Nutzen-Kosten-Verhältnisses“ der A 39.
Verantwortlich und Ansprechpartner als Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39: Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24, 29553 Bienenbüttel
AZ Uelzen, 8.3.2008 (LINK)
A-39-Gegner bei Gabriel
Umweltminister sichert Prüfung des B-4-Ausbaus zu / Termin am Dienstag
Dachverbandsprecherin Anette Niemann
und
Pressesprecher Eckehard Niemann
Uelzen/Berlin. Die Autobahngegner in der Region sind derzeit verstärkt optimistisch, dass die Pläne zum Bau der A 39 zugunsten eines Ausbaus der B4 - der so genannten Null-Plus-Variante - von der Politik aufgegeben werden.
Ein Antwortschreiben von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bestärkt den Dachverband der 35 Bürgerinitiativen, dass der Autobahnbau scheitern könnte. Darin spricht Gabriel davon, dass „durch das Projekt eine sehr hohe naturschutzfachliche Betroffenheit“ zu erwarten sei. „Es ist deshalb zu prüfen, ob und inwieweit die bisherigen Planungen oder aber Alternativen zum Ausbau des vorhandenen Streckennetzes mit der FFH- beziehungsweise der Vogelschutzrichtlinie in Einklang gebracht werden können. In diese Prüfung wird auf die von Ihnen angesprochene `Null-Plus-Variante` einbezogen“, heißt es weiter in dem Schreiben.
Eine kleine Delegation der Autobahngegner hat am Dienstag einen Termin im Umweltministerium, bei dem nach Angaben der Initiative Zusammentreffen mit Gabriel sowie mit Vertretern des zuständigen Fachreferates geplant sind.
Für die beiden Uelzener Sprecher der A-39-Gegner, Annette und Eckehard Niemann, zeichnet sich unterdessen ab, dass die A 39 zwar weiter gleichauf mit der A 22 genannt werde, doch "die Lobby ist mittlerweile schwach", meint Annette Niemann. "Niemals wird Niedersachsen in einem Zug 200 Autobahnkilometer vom Bund genehmigt bekommen", ist sich Eckehard Niemann sicher. "Die Chancen sind so günstig wie nie zuvor, eine Autobahn zu verhindern", sieht der Sprecher den Dachverband gestützt auf 50000 Unterschriften und 15000 Einwendungen als "bundesweit stärkste Bewegung gegen eine Autobahn".
Dass CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hilmer in dieser Woche die Rivalitäten mit der A 22 thematisiert und angemahnt hat, "aufzupassen, dass wir weiter oben auf der Liste bleiben", wertet Annette Niemann als "erste Absetzbewegung" zu dem Straßenprojekt. Sie appelliert an die Christdemokraten im Land, anstelle der A 39 "auf neue Verkehrskonzepte zu setzen".
Bisher fehle "ein starker Politiker, der offen sagt, was er denkt und auf eine Untersuchung der Alternativen drängt", sagt Eckehard Niemann. Er sieht dies aber "nur noch als eine Frage der Zeit". Auf die Frage, wen er da im Auge habe, fügt er hinzu: "Da bauen wir auf Herrn Struck." Dachverbandsprecherin Anette Nieman und Pressesprecher Eckehard Niemann
aus dem Hamburger Abendblatt vom 22.2.2007:
Ein Stint gegen die A 39
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld macht mit ihrer Fisch-Skulptur bei der Stadtmarketing-Aktion mit.
Gewünschter Standort ist vor der Industrie- und Handelskammer.
Von Elke Schneefuß
Lüneburg -
Knallrot ist er, mit silbrig glänzenden Flossen: Der Stint mit dem Namen "Autobahnnix" schwimmt gegen die geplante Trasse der A 39. Demnächst wird er in der Lüneburger Innenstadt zu bewundern sein. "Beantragt haben wir einen Standplatz direkt vor der IHK", sagt Gabriele Parnow-Kloth, Mitglied der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld.
Wenn die Lüneburger Stadtmarketing GmbH am 3. März die von Bürgern und Firmen gestalteten Pappfische als "Hingucker" in den Fußgängerzonen aufstellt, soll "Autobahnnix" den Protest der Moorfelder verdeutlichen: "Wir wollen Druck machen gegen die geplante Trasse. Auch im Landtagswahlkampf werden wir präsent sein", verspricht Gabriele Parnow-Kloth. Seit Bekanntwerden der Autobahnpläne auf Lüneburger Stadtgebiet hat sich die Situation in ihrem Wohnviertel nicht verbessert: "Die ersten Häuser stehen leer und finden keinen Käufer. Das gab es früher nicht", erinnert sie sich. Die Mitglieder der Bürgerinitiative wollen nicht weichen: "Wir bleiben hier und leisten Widerstand", sagt Detlef Giesler, der gleichfalls im Moorfeld wohnt. Den Mitgliedern der BI ist klar, dass ihr Kampf gegen die A 39 einen langen Atem braucht, denn das Verfahren für die Trassenplanung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
"Wenn das Raumordnungsverfahren abgeschlossen ist, wird das Bundesverkehrsministerium über die vorgeschlagene Streckenführung entscheiden", erläutert Bernd Rczeppa von der Regierungsvertretung Lüneburg das weitere Vorgehen - erst danach schließt sich das Planfeststellungsverfahren bei den Straßenbaubehörden an: "Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens mussten wir ein EU-Vogelschutzgebiet nachmelden. Wir rechnen aber damit, unseren Part im Laufe des Sommers abschließen zu können." Bis zum ersten Spatenstich für die neue Autobahn wird es trotzdem noch eine ganze Weile dauern: "Da können auch noch mal zehn Jahre ins Land gehen", meint Rczeppa. Die Mitglieder der Bürgerinitiative schreckt das nicht: "Wenn das Vorhaben konkreter wird, wird auch der Widerstand erstarken", meint Gabriele Parnow-Kloth.
Auch Verena Fiedler, gleichfalls Anwohnerin der geplanten Trasse, ist sicher, dass ihre Bewegung Zulauf haben wird: "In Lüne und Moorfeld sind wir auch vom dritten Gleis betroffen. Der Lärm und die Erschütterungen treffen uns zusätzlich zu der geplanten Autobahn."
Einen Vorgeschmack auf die zukünftige Verkehrssituation bekommen die Anwohner schon jetzt: "Seit Sperrung der Reichenbachbrücke ist auf der Ostumgehung eindeutig mehr Verkehr. Es ist deutlich lauter geworden. Wenn Autobahn und drittes Gleis kommen, sind wir in Lüne und Moorfeld eingekeilt."
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Nähere Infos bei der BI Lüne-Moorfeld
An alle Mitstreiter gegen die A39:
In den letzten Monaten war der Widerstand in ein wenigen ruhigeren Wassern unterwegs.
Nun wollen wir wieder Fahrt aufnehmen und am
Donnerstag, 11. Januar 2007, von 15.00-16.00 Uhr,
auf dem Theaterplatz in Lüneburg
demonstrieren; denn die IHK Lüneburg-Wolfsburg wird ihren Neujahrsempfang mit etwa 600 Gästen diesmal im Lüneburger Theater beginnend um 16.00h durchführen.
Die IHK Lüneburg-Wolfsburg ist einer der massivsten Unterstützer, Befürworter, Treiber und Lobbyisten für die A 39 ist.
Festredner wird Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sein („Deutsche Wirtschaft im Aufschwung“). Außerdem sprechen IHK-Präsident Hansmann und Hauptgeschäftsführer Klein.
Wir wollen Herrn Glos, den Funktionären der IHK und allen Gästen zeigen, was wir von der A 39 halten. Natürlich ist der Zeitpunkt für die arbeitende Bevölkerung ungünstig, nur dürfen wir A39-Gegner diese Möglichkeit nicht ungenutzt verstreichen lassen: nehmt also einen Nachmittag frei, bringt Eure Familien, Eure Nachbarn, Protest- bzw. Ortsschilder, Pfeifen, Trecker und ggf. weitere Nutzfahrzeuge mit. Zudem wird Improvisationstheater und Musik sowie die Übergabe einer A 39-Brezel an den Minister geplant.
Außerdem wird neben der üblichen Presse voraussichtlich das Fernsehen unseretwegen dabei sein, weil der NDR für Februar eine halbstündige Sendung zum Thema Autobahnbetroffenheit in Niedersachsen plant.
Umso wichtiger ist es nun, durch Anwesenheit und Unmut Flagge zu zeigen!
Also ’raus aus dem Winterschlaf hinaus auf den Theaterplatz!
Wir brauchen Euch alle auf den Punkt um 15.00 Uhr vor dem Theater.
Ein dicker Einwand gegen die A39!
Am Dienstag, den 22.5., überreichte die IGA Wendisch Evern durch Guido Ostermann (links), im Namen von über 640 Bürgern der Gemeinde Wendisch Evern, die mit ihrer Unterschrift die Ablehnung der A39 zum Ausdruck gebracht haben, die Einwände der Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau der A39 an Bürgermeister Rudi Kiener (Mitte) und Rainer Sievers von der Samtgemeinde Ostheide.
Die IGA Wendisch Evern weist darauf hin, dass nur noch bis zum 26. 5. von dem Einwandrecht Gebrauch gemacht werden kann. Diese Einwände sind an keine Form gebunden. Bei Fragen helfen wir gern:
kontakt@iga-wendischevern.de
Jeder Einwand ist wichtig!
Laufen und Walken für Hobbysportler am Timeloberg in Wendisch Evern...
Sonntag 7. Mai 2006
Treffpunkt um 10:30 Uhr am Timelodenkmal
Start um 11:00 Uhr
Wendisch Evern bewegt sich.
Am Sonntag, den 7. Mai, wird zum ersten Mal der ZeitlosLauf am Timeloberg gestartet. Zielgruppe für diese Aktivität sind Hobbysportler, Läufer und Walker aus der Gemeinde, aber auch Gäste sind sehr willkommen.
Der Name „Zeitlos“ wurde für den Lauf und das Walken aus zwei Gründen gewählt.
Im sportlichen Mittelpunkt soll die gemeinsame Bewegung stehen, es wird keine offizielle Zeitnahme geben. Und der Ort und das Datum der Veranstaltung sind mit einer zeitlosen Besonderheit verbunden. Der Timelogedenkstein auf dem Gebiet von Wendisch Evern markiert ein wichtiges Ereignis in der Zeitgeschichte.
Die Kapitulation der deutschen Truppen gegenüber der Britischen Armee am 4. Mai 1945 war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beendigung des zweiten Weltkriegs und zum demokratischen Neuanfang.
Der Timeloberg mit seinem weiten Blick über das umgebende Land eignet sich besonders gut, die jetzt Lebenden darauf hinzuweisen, dass der Frieden nur erhalten bleiben kann, wenn sich jeder aktiv dafür einsetzt. Die Inschrift auf dem Denkstein drückt den Wunsch aller Menschen aus:
„Nie wieder Krieg“.
Der Treffpunkt für das Hobbysportereignis wird um 10:30 Uhr der Timelogedenkstein am Südrand der Gemarkung Wendisch Evern sein, von wo aus um 11:00 Uhr gestartet wird. Es werden drei unterschiedlich lange Strecken angeboten. Die 3 km-Strecke ist für Kinder gedacht, sie wird besonders abgesichert.
Die 6 km-Strecke - für Walker und Läufer - und die 10-km-Strecke - für Läufer - führen über Waldwege und durch den Ort. Gemeinsames Ziel ist dann wieder der Timeloberg. Dort können bei einem Imbiss und bei Getränken die gemachten Eindrücke ausgetauscht werden.
Weitere Einzelheiten werden noch bekannt gegeben und sind auch im Internet unter „ZeitlosLauf.de.vu“ zu finden oder können über ZeitlosLauf@yahoo.de erfragt werden.
Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat der Rat der Gemeinde Wendisch Evern übernommen.
Über viele Teilnehmer werden sich die Koordinatoren Uli Doerk, Andrea Langlet, Marion Marglowski, Ute Quante und Markus Quante freuen.
Reinstorfer Politiker gegen Autobahn 39...
Landeszeitung vom 01.03.2006
Rat beschließt Resolution Reinstorfer Politiker gegen Autobahn 39 –Neue Tempo-30-Zonen im Ort.
cw Reinstorf.
„Lieber spät als nie“, meinte die CDU. „Jetzt hat das alles keinen Sinn mehr“, befand die SPD. Deshalb beschloss der Rat Reinstorf eine Resolution gegen die Autobahn 39 mit dem wenig überzeugenden Ergebnis von neun Ja- und zwei Neinstimmen sowie einer Enthaltung.
Der Antrag kam von der CDU. „Die A39 ist wirtschaftlich unsinnig und deshalb müssen wir ein Zeichen setzen“, sagte Fraktionschef Henning Meyer. Sein Kollege von der SPD, Niko Fenselau, konterte: „Es ist mir unverständlich, dass die CDU jetzt plötzlich aus ihrem Dornröschenschlaf aufwacht und eine Resolution will. Wir haben schon vor zwei Jahren Stellung bezogen.“ Er sei gegen die Resolution, denn die sei ein Schuss ins Leere. Das fand auch sein Nachbar Kai Haasis (SPD). Martina Habel (SPD) dagegen konnte mit dem Entwurf der CDU leben, wenn man ihn umformuliere.
Ähnlich uneinig zeigten sich die Ratsmitglieder auch bei der Frage weiterer Tempo-30-Zonen im Ort. „Wir haben vor drei Jahren damit angefangen“, so Michael Vinke (CDU). „Und es hat sich gezeigt, dass damit die Wohnqualität verbessert wird.“ Laut CDU-Antrag sollen nun die Straßen Am Vitusbach und Hankenfeld ebenfalls beruhigt werden. „Wir sind für ein Tempolimit, wo es sinnvoll ist“, erklärte dazu Fenselau. „Aber hier macht es keinen Sinn, denn das sind Durchgangsstraßen.“ Seiner Ansicht nach halte sich dort sowieso niemand an Beschr änkungen. „Wir sollten uns lieber so einen Tempomelder anschaffen.“
Es entbrannte eine heftige Diskussion über Sinn und Unsinn von Tempobeschränkungen, Verhalten von Anwohnern und Kosten für Baumaßnahmen. Schließlich ging Samtgemeindekämmerer Rainer Sievers dazwischen und verwies auf die Empfehlung des Bauausschusses, die Einrichtung weiterer Zonen zu prüfen. Ein Ende fand die Diskussion erst, als Henning Meyer sich zu Wort meldete: „Mir reicht das hier jetzt. Ich stelle den Antrag auf Abstimmung.“ Mit ihrer Mehrheit setzte die CDU sowohl die Tempobeschränkung der beiden Straßen durch als auch die Prüfung weiterer Zonen.
Einigermaßen einig zeigten sich die Ratsmitglieder dagegen bei der Frage eines Umwelttages, bei dem alle mit anpacken und das Dorf von Unrat reinigen sollen. „Das stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl“, meinte Vinke. Nachdem Martina Habel für den Verein St.-Vitus-Generationenhaus das Gelände rund um die alte Pfarrscheune für eine Abschlussveranstaltung mit Imbiss angeboten hatte, stimmte der Rat einstimmig für den Umwelttag.
Es war einmal...
eine Bundestagswahl. Sicherlich wäre es sinnvoll, wenn jeder Autobahngegner bei dieser Wahl beide Stimmen einer Partei gibt, die den Bau der A 39 ablehnt. So könnte man ein deutliches Zeichen setzen und die "Arroganz der Macht" der großen Parteien in die Schranken weisen. Aber nicht jeder Stammwähler kann seine politischen Ideale nur wegen der A 39 vergessen. Man kann ja auch keinen CDU-Landwirt zur Wahl der GRÜNEN verpflichten oder an die LINKEN verweisen.
Die "7" Geißlein wären auch nicht beim bösen Wolf eingezogen, der die Großmutter gefressen hat, nur weil sie für die A 39 war!
Wir sind stolz auf viele Mitstreiter gegen die A 39, die selbst aus den verschiedensten politischen Parteien und Verbänden kommen.
Zur Wahl müssen wir "ALLE" gehen, jedoch kann eine nicht vergebene Erststimme ein klarer Denkzettel für die Wahlkreiskandidaten sein, die für die A 39 sind.
Die Zweitstimme entscheidet über Schröder oder Merkel.
Mal sehen, wie dieses Erststimmen-Märchen endet...
Anlässlich eines Gesprächs über die Planung der Autobahn A 39 in Dahlenburg haben heute 100 Demonstranten dem niedersächsischen Verkehrsminister Hirche einen Gutschein über bisher 30.000 Unterschriften gegen die A 39 und für den Ausbau vorhandener Verkehrswege überreicht.
Juliane Haufe als Sprecherin des Schutz- und Klagefonds machte dem Minister deutlich, dass viele Menschen in der Region durch die A 39 gravierende Beeinträchtigungen für Menschen, Umwelt, Landwirtschaft, Mittelstand und Gewerbe befürchteten.
Minister Hirche äußerte seinen Respekt vor dem Engagement und dem Anliegen der A39-Gegner und versicherte, dass deren Anliegen im Rahmen des anstehenden Raumordnungsverfahrens ernsthaft geprüft würden. Die Forderung des Sprechers des Dachverbands gegen die A 39, Friedhelm Feldhaus, nach einer gleichberechtigten Untersuchung und Planung eines Ausbaus der belasteten Bundesstraßen stimmte Minister Hirche nicht zu.
Er hoffe auf eine Belebung der unterentwickelten Region durch die A 39. Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die A 39 widersprachen dieser Einschätzung und verwiesen auf die hiesige Hightech-Agrarwirtschaft und die starke Ernährungsindustrie, auf die geplanten Zukunftsinvestition in Fabriken für nachwachsenden Sunfuel-Treibstoff und die Standortfaktoren Tourismus und Kurbetrieb.
Hier müsse die Regionalentwicklung gezielt ansetzen und nicht bei der unsinnigen A 39. Minister Hirche und die A39-Gegner vereinbarten, weiter an einem fairen Dialog festzuhalten.
Informationen vom Experten
Guido Ostermann, Herr Prof. Dr. Pez und Bernd Röver vor der
Wanderausstellung in Wendisch Evern.
Ein sehr informativer Abend...
Geben wir es zu... wir sind keine Profis der Verkehrswissenschaften.
Aber im Gegensatz zu den entscheidenden Politikern suchen wir uns fachkundigen Rat.
Und wer anderes als ein Professor für Verkehrswissenschaften kann seriöse Informationen
zum Thema Autobahnbau liefern?
So waren 90 interessierte Zuhörer gespannt auf die Ausführungen von Prof. Peter Pez
unter dem Titel:
"A39 - Fluch oder Segen?"
Aus der Sicht des Wissenschaftlers bringt die A39 nicht die erwünschte Belebung der Wirtschaft und Entlastung der Bundesstrassen (Melbeck).
Auch ist der Bau von Autobahnen kein Allheilmittel, das uns die dringend benötigten Arbeitsplätze in unsere Region bringt.
Der Weg der Ortsumgehungen, der bisher mit Erfolg beschritten wurde (Wolfsburg, Uelzen, Lüneburg), wird von Professor Pez als richtig erachtet. Die Autobahn löst eben nicht die intraregionalen Verkehrsprobleme.
Die regionalen Effekte einer A39 treten weit hinter die wohl eigentlich beabsichtigte Funktion des Bypasses für die ausgelastete A7 zurück.
Herr Professor Pez untermauerte seine Ausführungen mit aufschlussreichen Grafiken und Beispielen.
Die abschliessende Diskussion verlief ausgesprochen lebhaft, wobei auch Autobahnbefürworter ihre Standpunkte darlegen konnten.
Viele Mitglieder des Rates der Gemeinde waren anwesend. Unser Bürgermeister, der terminlich verhindert war, besichtigte am Nachmittag die Wanderausstellung.

Die Gelegenheit nutzten wir gleich zur Übergabe der sehr informativen Broschüre des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39.
Die IGA Wendisch Evern bedankt sich bei Herrn Prof. Dr. Pez und allen fleißigen Helfern für den gelungenen Abend.
