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Geschrieben von Bernd Röver am 25.07.2007 13:39 (321 x gelesen)

Artikel in der LZ vom 25.7.2007


Trassenverlauf am Kanal
Abschluss des A-39-Raumordnungsverfahrens verzögert sich - Ergebnisse stehen schon fest

ml Lüneburg. Das Ergebnis steht fest, doch der Feinschliff lässt auf sich warten. "Erst in einigen Wochen wird das Raumordnungsverfahren für die geplante Autobahn 39 endgültig abgeschlossen sein, die so genannte landesplanerische Feststellung öffentlich ausgelegt", erklärt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey.

Ursprünglich sollte das Verfahren bereits im Juni beendet werden, dann war von den Planern Mitte Juli als Termin ins Auge gefasst worden. Nun werden die Unterlagen voraussichtlich erst Anfang September nach Ende der Sommerferien veröffentlicht.

"Die Details müssen noch ausformuliert werden, dabei zwei Kriterien erfüllen", erklärt Manthey die Verzögerung. Zum einen sollen die Ausführungen für Jedermann verständlich sein, gleichzeitig aber auch Überprüfungen standhalten. "Und das dauert eben", gibt sich der Behördenmann gelassen - zumal "wir uns noch im Rahmen der rechtlich vorgesehenen Zeiten bewegen".

Für den Landkreis Lüneburg werden in der landesplanerischen Feststellung zwei wesentliche Änderungen zur ursprünglichen Planung festgeschrieben. Die Vorzugsvariante wird nun nicht mehr auf der so genannten Klostertrasse, sondern auf der bisherigen Ostumgehung verlaufen (LZ berichtete). Details sind in dem Papier allerdings nicht geregelt. Fest steht nur: "Die sechs Anschlussstellen an der Ostumgehung bleiben erhalten", so Manthey.

Geändert wird auch der A 39-Verlauf in der Samtgemeinde Ostheide. Sollte die Vorzugsvariante ursprünglich rund 400 Meter westlich an Vastorf und Gifkendorf vorbeiführen, wird die Trasse nun am Elbe-Seitenkanal entlangführen. Dadurch werden die beiden Orte in der Ostheide wie von Samtgemeinde und Landkreis gefordert entlastet.
Der Bienenbütteler Ortsteil "Wulfstorf ist durch die neue Führung etwas stärker betroffen", nennt Manthey eine weitere Folge.

Ist der Feinschliff abgeschlossen, wird die landesplanerische Feststellung für einen Monat in den betroffenen Städten und Gemeinden ausgelegt. Dort können Bürger die Unterlagen einsehen. Auch eine Veröffentlichung im Internet ist vorgesehen. Einwendungen gegen das Vorhaben können zu diesem Zeitpunkt der Planung nicht eingebracht werden.

Bedenken gegen die Trasse der A 39 können Betroffene erst im Zuge des Planfeststellungsverfahrens geltend machen. Geklagt werden kann frühestens gegen den Planfeststellungsbeschluss, der voraussichtlich erst Ende 2010/Anfang 2011 erlassen wird. Doch zunächst erfolgt auf Grundlage der landesplanerischen Feststellung die Linienbestimmung durch das Bundesverkehrsministerium in Berlin. Das Ergebnis ist eine Trasse, die nur um wenige Meter variert. Im ersten Quartal 2008 könnte dann das Planfeststellungsverfahren anlaufen.


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Unser Kommentar:

Tja, Herr Meyer, was haben Sie denn nun wirklich gesagt, wenn sich Herr Manthey auf Ihre Äußerung bezieht?

Tja, Herr Kiener und Herr Sievers, es war also völlig unwichtig die Interessen von Wendisch Evern auf der besagten Veranstaltung zu vertreten?

Egal was jetzt noch an Erklärungen von Ihnen kommt: Das Vorpreschen des Samtgemeindebürgermeisters und das Fernbleiben der Gemeinde haben dafür gesorgt. dass die Trasse jetzt direkt durch unser Naherholungsgebiet geplant wird.

Herzlichen Dank.

Die Bürger von Wendisch Evern sollten und werden sich diesen Sachverhalt genau anschauen.




Geschrieben von Bernd Röver am 15.07.2007 23:20 (232 x gelesen)

Es dauert noch...

Noch im

Juli 2007

soll die "Landesplanerisches Feststellung" der Trasse geschehen.
diese wird dann zum Bundesverkehrsministerium und zum Bundesumweltministerium geschickt, die diese bis zum

Januar/Februar 2008

prüfen.
Daraus folgt das Planfeststellungsverfahren. Erst dann können wir gegen die A39 klagen. Das Planfeststellungsverfahren soll

2010

beginnen und bis

2013

beendet sein. Mit entsprechender europaweiter Ausschreibung wird ein Baubeginn wohl nicht vor

2014/15

erfolgen. Und das auch nur, wenn der Widerstand gegen die A39 sich in Luft auflöst.

Die vom Verkehr leidgeprüften Melbecker z.B. setzen also nicht nur auf eine Lösung, die ihre Probleme laut Aussage des Straßenbauamtes nicht nur nicht löst, sondern sie verhindern mit ihrer Befürwortung der A39 jede Planung einer dringend benötigten Ortsumgehung. Nicht nur bis zum Jahr 2014, denn, wird die Autobahn gebaut, ist eine Ortsumgehung auf absehbare Zeit obsolet: Es gibt weder Platz noch Geld.

Die hier angegeben Zeiträume beziehen sich auf Aussagen des niedersächsischen Verkehrsminister, Herrn Hirche gegenüber dem Dachverband gegen die A39 ...


Wir fordern:

Eine sinnvolle und machbare Lösung der Verkehrsprobleme und keine sinnlose Geldverschwendung für Trassen von Skandinavien zum Balkan!


Geschrieben von Bernd Röver am 11.07.2007 23:48 (210 x gelesen)

Wir laden alle Mitbürger zur Informations- und Naherholungsveranstaltung am

15. Juli um 11:00 Uhr

ganz herzlich ein.

Treffpunkt ist an der Mehrzweckhalle um 11 Uhr.

Von dort gehen wir gemeinsam über den Birkenweg zu unserem Informationsstand am Elbe-Seitenkanal.
Wir werden Sie dort über den aktuellen Stand der Planung unterrichten.


Wir wollen uns einmal anschauen, was wir zu verlieren haben...

Noch sieht das aus der Vogelperspektive so aus (Quelle: Google Earth):



Und wir wollen verhindern dass es einmal so aussieht:



Kommen Sie und schauen Sie sich diesen Platz am Kanal vor Ort an.


Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Ihre IGA Wendisch Evern


Geschrieben von Guido Ostermann am 03.07.2007 09:58 (211 x gelesen)

Kobernuss fährt unter der Flagge von Zypern...

Hat die Pro-A39 Bewegung nicht immer mit der Spedition Kobernuss aus Uelzen für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland durch den Bau der A 39 geworben ?



Nun fahren die LKW´s von Kobernuss unter der Flagge von Zypern !



Welche Nationalität haben dann wohl die Fahrer ?

Liegt wohl doch nicht an der fehlenden A 39 !!!

Auch die Fa. KraftFOOD aus Fallingbostel hat einen ganzen Produktionszweig nach Polen verlegt, obwohl der Betrieb direkt an der A 7 liegt.


Geschrieben von Guido Ostermann am 02.07.2007 15:30 (227 x gelesen)

Antwort von Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer...
vom 04. Mai 2007

Sehr geehrter Herr Röver,
lassen Sie mich, bevor ich auf die Punkte Ihres o.a. Schreibens eingehe, mein Befremden über Ihre Wortwahl in dem Schreiben zum Ausdruck bringen. Sie unterstellen Dinge, die einfach nicht den Tatsachen entsprechen. Ich würde es mir wünschen, dass Sie, bevor Sie derartige Schreiben verfassen, das persönliche Gespräch mit mir suchen würden.

Wenn Sie mich an meine Wahlaussagen erinnern, kann ich Ihnen nur sagen:
Ich war gegen den Bau der BAB A 39, ich bin gegen den Bau der BAB A 39 und ich werde auch weiterhin gegen den Bau der BAB A 39 sein!

Im Vorwege des Erörterungstermins am 19.04.2007 in der Stadthalle Uelzen hat mich Herr Kalliefe vom Landkreis Lüneburg angerufen, bzw. angemailt. Er enthielt den Kommentar der Regierungsvertretung Lüneburg zur Stellungnahme der Samtgemeinde Ostheide vom 02.03.2004 eindeutig für ein Indiz, dass die Regierungsvertretung Lüneburg die Variante 579 und 580 der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsstelle Lüneburg - favorisiere.

Der Kommentar lautet wie folgt:

,, Aus Sicht des Schutzgutes Mensch – Wohnen wird mit der Wahl der Abschnitte 579 und 589
eine erneute Zerschneidung der Samtgemeinde und die Verlärmung der Ortschaften Wulfstorf, Vastorf und Gifkendorf vermieden.
Da die Variante GP 7 - 50/l keine landwirtschaftlichen Flachen berührt und die Trasse sowie die geplanten Bauwerke nicht in der freien Landschaft (an den Waldrändern) verläuft, ist sie zudem aus Sicht des Landschaftsbildes als auch aus landwirtschaftlicher Sicht günstiger. "

Ich habe die Einschätzung des Landkreises Lüneburg den Vertretern der betroffenen Gemeinden Barendorf, Vastorf und Wendisch Evern weitergeleitet.

Sowohl die Vertreter der Gemeinde Barendorf, als auch die Vertreter der Gemeinde Vastorf konnten der Begründung der Regierungsvertretung folgen.

Rudi Kiener, als Bürgermeister der Gemeinde Wendisch Evern, äußerte Bedenken, da der angesprochene Streckenverlauf näher an die Ortschaft Wendisch Evern heranrücke.

Ich möchte anmerken, dass alle drei genannten Gemeinden, als auch die Samtgemeinde Ostheide, den Bau der A 39 auf dem Gebiet der Samtgemeinde Ostheide ablehnen. Um aber im weiteren Verfahren, als vom möglichen Autobahnbau direkt betroffene Kommunen, auch weiterhin im Verfahren Gehör zu finden, mussten wir uns im Rahmen des Erörterungstermin zu der Vorzugsvariante äußern.

Sprechen wir uns immer nur gegen den Bau der BAB A 39 aus und äußern uns nicht zu den vorgeschlagenen Varianten, wird sonst womöglich die Autobahn dahin gelegt, wo wir sie als Kommunen unter keinen Umständen haben wollen.

Beim Erörterungstermin habe ich die zahlreich anwesende Planer und Sachverständigen gefragt, wie es zu der Stellungnahme der Regierungsvertretung kam und warum trotzdem eine andere Vorzugsvariante gewählt wurde.

Ferner wies ich darauf hin, dass es sich hier um die Variante 580 und nicht 589 handeln muss. Ich bekam auf meine Anfrage die Antwort, dass die Streckenvarianten gleich zu bewerten seien.

Für die Variante 510 spreche, dass bei der Variante 580 das Schutzgut Natur - Erholung höher Bewertet wurde. Für die Variante 580 spreche, dass bei der Variante 510 das Schutzgut Mensch- Wohnen höher bewertet wurde. Herr Dr. Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg sagte daraufhin, dass die Streckenvarianten von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr noch einmal überprüft werden.

Im Rahmen des Erörterungstermins wurden dann weitere Dinge angesprochen.
So wurde dargelegt, dass die Variante 510 Beregnungsverbände durchschneide.

Diese entnehmen Wasser aus dem Elbe-Seitenkanal. Ferner ist nach Aussagend es Landkreises Lüneburg der Wald entlang des Elbeseitenkanals nicht hochwertig.
Weiter wurde angesprochen, dass eine mögliche Autobahntrasse die Landwehr in Höhe der bereits vorhandenen Kreisstraße kreuzen sollte.
Die anwesenden Kommunalvertreter der Gemeinden Barendorf, Reinstorf und Vastorf, sowie ich als Vertreter der Samtgemeinde Ostheide und Herr Kalliefe vom Landkreis Lüneburg kamen letztendlich zu der Auffassung, dass, wenn denn eine Autobahn kommen sollte, aus Sicht der Samtgemeinde Ostheide die Trassenvariante 579/580 die bessere ist.
Sie hätte erhebliche Vorteile für die Gemeinden Barendorf und Vastorf und nur unerhebliche Nachteile für die Gemeinde Wendisch Evern. Dies natürlich im Vergleich zur Vorzugsvariante gesehen.

Vor der Stadthalle wurde ich in der Mittagspause von der örtlichen Presse angesprochen. Sie wollte wissen, wie ich zur Vorzugsvariante stehe. Ich habe dann meine o.a. Ausführungen gemacht.

Einleitend immer mit dem Hinweis auf den Beschluss des Samtgemeinderates, der sich gegen einen Verlauf der BAB A 39 über das Gebiet der Samtgemeinde Ostheide ausgesprochen hat.

Wenn die örtliche Presse dann daraus lediglich den Satz: ,,Südlich Lüneburgs fordert Meyer eine Trassenführung entlang des Elbe-Seitenkanals", macht, ist dies eben nur aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass die Variante 5791580 nicht mein Vorschlag war, sondern sie bereits von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr untersucht wurde.

Weiter möchte ich darauf hinweisen. dass bei mir kein Sinneswandel zum Bau der BAB A 39 eingetreten ist.

Ich bin aber als Samtgemeindebürgermeister für die gesamte
Samtgemeinde Ostheide zuständig und muss objektiv abwägen, was für alle Einwohnerinnen und Einwohner die verträglichste Lösung ist. Hier soll niemand gegeneinander ausgespielt werden.
Es muss lediglich versucht werden, den Interessen möglichst aller Gemeinden nachzukommen.
Hier muss es eben manchmal zu Kompromissen kommen.
Ich hoffe, ich habe alle Ihre Vorwürfe gegen mich entkräftet…)


Geschrieben von Guido Ostermann am 21.06.2007 15:24 (241 x gelesen)

Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39...

Pressemitteilung:

Zwischen den beteiligten Verkehrsministern der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg soll es laut dpa zu einer Einigung über die Finanzierung der geplanten A 14 zwischen Schwerin und Magdeburg gekommen sein. Bundesverkehrsminister Tiefensee will am Mittwoch das Finanzierungsmodell vorstellen, bei dem 40 Prozent der 775 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln stammen, die man durch Streichung anderer Verkehrsprojekte der drei Bundesländer freigemacht hat.

Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die nur 70 km entfernt parallel verlaufende A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg wies darauf hin, dass beide Autobahnen (nebst Querspange B 190n zwischen Bodenteich und Osterburg) zu der sogenannten „Hosenträger-Lösung“ gehören. Diese sei vor den Landtagswahlen 2002 - entgegen allen offiziellen Verkehrsgutachten – von Kanzler Schröder zurechtgezimmert worden, damit sowohl die SPD Sachsen-Anhalt als auch die SPD Niedersachsen mit einer „eigenen“ Autobahn in den Wahlkampf ziehen konnte.

Dieses verkehrspolitisch unsinnige Wahlkampf-Konstrukt schlage sich in dem relativ schlechten Nutzen-Kosten-Verhältnis aller drei Hosenträger-Teile von 3,2 und in einem besonders kläglichen Teil-Nutzen-Kosten-Faktor der A 39 von 1,87 nieder. „Durch die Erhöhung der geplanten Baukostenansätze der A 14 von ursprünglich 600 Millionen auf nunmehr 775 Millionen Euro wird der volkswirtschaftliche Nutzen noch geringer“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „zudem ist eine entsprechende EU-Förderung von A 39 und Querspange nicht möglich.“ Deren Finanzierung stehe angesichts des chronisch unterfinanzierten Bundesverkehrswegeplans „in den Sternen“.

Nach Angaben der A 39-Gegner, die in vielen Punkten mit den A 14-Gegnern zusammenarbeiten, ergeben sich auch nach dem neuen Finanzierungsmodell folgende Möglichkeiten: Sollte es den A-14-Gegnern gelingen, die A 14 juristisch zu Fall zu bringen, dann falle damit auch der gesamte „Hosenträger“ einschließlich A39 und Querspange B 190n. Sollte die A 14 nicht verhindert werden, dann werde der Bau der parallelen A 39 in nur 70 km Entfernung noch unrealistischer (zumal andere Lobbygruppen sich für andere niedersächsische Verkehrsprojekte stark machten).

Zusätzlich zum Widerstand gegen A 14 und A 39 haben sich entlang der hochbelasteten B 71 (Uelzen-Salzwedel) und der geplanten B 190n (Bodenteich-Salzwedel) weitere Bürgerinitiativen gebildet, die gegen den Bau der Querspange und stattdessen für Ortsumgehungen entlang der B 71 kämpfen. Letzterem Anliegen habe sich mittlerweile auch die CDU des Landkreises Salzwedel geöffnet.

Vertreter des Dachverbands gegen die A 39 wollen in den nächsten Wochen bei Gesprächen mit den Verkehrsministern Daehre (Sachsen-Anhalt) und Hirche (Niedersachsen) für alternative Verkehrskonzepte und den Ausbau vorhandener Verkehrswege wie B 4 und B 71 eintreten.


Geschrieben von Guido Ostermann am 11.06.2007 15:53 (170 x gelesen)

13.06.2007 (Mittwoch) um 18.00 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema A39

Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens steht unmittelbar bevor, damit soll aus Sicht der Planungsbehörde die Suche nach einer "konfliktarmen Vorzugsvariante" der geplanten Autobahn 39 beendet werden.

In welchem Maße die Planer hierbei die insgesamt 15.000 Einwendungsschreiben der betroffenen Bürger berücksichtigt haben, kann kommenden Mittwoch kritisch hinterfragt werden:
An einer vom NDR moderierten Podiumsdiskussion werden neben Dr. Manthey als Vertreter der Planungsbehörde auch Detlef Giesler als Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg sowie Claudia Schmidt, Vorsitzende des VCD (Verkehrsclub Deutschland), Bezirk Lüneburg teilnehmen.


Beginn der Veranstaltung in der Aula der Hauptschule Stadtmitte (Haagestraße 1) ist 18:00 Uhr, Einlass ab 17:30, eine einstündige Übertragung über NDR 1 am Folgetag um 20:05 Uhr ist vorgesehen


Da dies vermutlich den strittigen Ausbau der sogenannten Ostumgehung unter Beibehaltung von sechs Zufahrten auf einer Streckenlänge von 6,3 km bedeuten würde und eine Tunnel- bzw. Deckellung der Trasse offensichtlich ebenso unberücksichtigt geblieben ist wie die Suche nach wirklichen Alternativen, sind viele unbequeme Fragen der betroffenen Bürger zu erwarten.

Noch vor einem Jahr hatten die Planer selbst den Ausbau der Ostumgehung verneint.

Überregionale Brisanz erhält die Podiumsdiskusssion durch eine aktuelle Presseerklärung der Stadt Lüneburg, in der OB Mädge erneut und vehement eine Umfahrung Lüneburgs im Westen fordert - gleichermaßen eine provokative Einladung an die Menschen aus der Samtgemeinde Gellersen.

Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld appelliert an alle betroffenen Bürger, sich aktiv in diese Veranstaltung einzubringen!

Kritische Fragen stellen, nachhaken, klare Antworten einfordern, Widerstand zeigen.

• Was zählt der Mensch?
• Warum eine Autobahn durch Wohngebiete?
• Warum soll es mit der bestehenden A7 und den geplanten Autobahnen A14 und A39 zukünftig gleich drei Nord-Süd-Trassen in einem Korridor von 200 km geben?
• Wer wird einen Deckel oder gar einen Tunnel finanzieren?
• Wird eine Entscheidung wegen der anstehenden Landtagswahlen künstlich verzögert?
• Warum wird das Nutzen-Kosten-Verhältnis für die A39 nicht veröffentlicht?
• Welche lokale Verkehrsentlastung wird durch eine transeuropäische Autobahn erreicht?
• Welchen Beleg für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region gibt es?
• Wer will die Autobahn bei sich vor Ort?
• Welchen Zusammenhang zwischen Autobahn und Umweltbelastung gibt es?
• Welche Alternativen zum Autobahnbau bieten sich an?
• Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich im weiteren Planungsverlauf?
• Wie kann ich helfen, die A39 zu verhindern?


Geschrieben von Bernd Röver am 29.04.2007 18:39 (237 x gelesen)

Sehr geehrter Herr Meyer,

die "Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau A39" (IGA) Wendisch Evern hat mit großer Verwunderung und Befremden aus der lokalen Presse erfahren, dass Sie in Ihrer Funktion als Samtgemeindebürgermeister beim Erörterungstermin in Uelzen vorgeschlagen haben, die A39 im Raume der Samtgemeinde Ostheide möglichst dicht am Elbe-Seiten-Kanal und damit durch das einzige Naherholungsgebiet Wendisch Everns zu führen.

In der Vergangenheit haben Sie, auch im Wahlkampf, Ihre grundlegende Ablehnung der A39 geäußert.

Jetzt transportieren die Medien die Information "Samtgemeindebürgermeister wünscht sich Trasse am Kanal!"

Wir sind erstaunt über den Sinneswandel und möchten Sie bitten uns diesen zu erläutern. Wir lehnen jede der geplanten Trassen ab, weil jede der Linienführungen eine Katastrophe für die Samtgemeinde Ostheide darstellt. Ein gegeneinander Ausspielen der Interessen der Gemeinden verurteilen wir auf das Schärfste!

Wir werden in Kürze die Bürger der Gemeinde Wendisch Evern über den Stand der Planung genau informieren und dabei auch die Vorstellungen unserer lokalen politischen Vertreter pointiert zur Diskussion stellen.

Insbesondere interessiert uns hier, auf welchen Entscheidungsgrundlagen Ihr Eintreten für eine bestimmte Trasse auf unserem Samtgemeindegebiet fusst und in welcher Form die Mitgliedsgemeinden daran beteiligt wurden.

Im Vorwege möchten wir Ihnen mit diesem Schreiben die Möglichkeit einräumen, Ihre Sicht der Dinge zu äußern und bitten um eine zeitnahe Erklärung zu den angesprochenen Punkten.

Hochachtungsvoll!

Bernd Röver

Sprecher der
IGA Wendisch Evern


Geschrieben von Guido Ostermann am 26.04.2007 16:58 (218 x gelesen)

Lärmschutz für Autobahn-Anwohner

( Artikel aus dem Kreisboten vom 25.04.2007 )

Uelzen/Lüneburg (stk) – Jetzt sind die Würfel gefallen: Beim Erörterungstermin vor Vertretern von Kommunen, Behörden, Verbänden und Bürgerinitiativen am Donnerstag hat sich die Landesbehörde für Straßenbau endgültig darauf festgelegt, dass die Autobahn 39 im Bereich Lüneburg von Norden kommend zunächst der Trasse der Ostumgehung folgt.

Für die leidgeprüften Anwohner soll es nach Aussage der Planer nicht lauter werden, eine Verminderung des Verkehrslärms ist wohl auch nicht zu erwarten. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Trasse unter Mitnutzung der Ostumgehung bis nördlich der B 216 die günstigste Variante ist“, sagte Projektleiterin Annette Padberg.

Zunächst hatten die Planer diese Variante wegen eines zu engen Kurvenradius‘ ausgeschlossen, nach einer Weisung von der Regierungsvertretung wurde erneut geprüft, wie Dirk Möller von der Landesbehörde für Straßenbau erläuterte: „Mit dem Ergebnis, dass die Trasse durch technische Maßnahmen wie Standstreifen und verkehrstechnische Maßnahmen wie Geschwindigkeitsmaßnahmen zu realisieren ist.“

Bei einer Nutzung der vorhandenen Trasse bräuchten keine Häuser zu weichen. Auf die Anwohner komme keine höhere Lärmbelastung zu, weil im Rahmen des Ausbaus Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen seien.

Möller: „Unsere Erkenntnisse gehen davon aus, dass trotz des Autobahnverkehrs die Grenzwerte eingehalten werden.“

Vor der Abzweigung der B 216 wird die Autobahn nach Osten abzweigen, zwischen Barendorf und Wendisch Evern den Elbe-Seitenkanal queren und 400 bis 500 Meter westlich von Vastorf und Gifkendorf verlaufen.

Dabei prüft die Landesbehörde noch den Wunsch der Samtgemeinde Ostheide und des Landkreises, die A 39 am Kanal entlang verlaufen zu lassen. Dort sind aber Erholungsgebiete betroffen. Eine Führung der Autobahn westlich der Stadt, wie von der Stadt gefordert, schnitt aus Sicht der Planer schlechter ab.

Dort sei nicht nur die Strecke länger, sondern insbesondere auch Siedlungen betroffen, betonte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg, die das Raumordnungsverfahren durchführt. Thema war auch der von vielen angezweifelte Kosten-Nutzen-Faktor der Schnellstraße.

Der werde noch einmal untersucht, kündigte Annette Padberg an.

Beim Erörterungstermin ging es noch nicht um die 15.000 Einwendungen zu den Autobahnplanungen zwischen Lüneburg und Wolfsburg, sondern zunächst um die Anliegen von Behörden, Kommunen und Verbänden.

„Einzel- aspekte in Beziehung auf einzelne Grundstücke und Häuser sind dann Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens“, erklärt Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg.

Voraus geht im Sommer die landesplanerische Feststellung mit einem Trassenentwurf im Maßstab 1: 25.000, der dann mit der Linienfeststellung durch den Bundesverkehrsminister festgeschrieben wird. IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein bezeichnete den Anhörungstermin als wichtigen Schritt zur Realisierung der A 39.

Das Autobahnprojekt trage zur Standortsicherung in Nordostniedersachsen bei. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 bezeichnete den nichtöffentlichen Termin dagen als „scheindemokratische Alibiveranstaltung“. Die Stadt forderte einen Tunnel, um die Anwohner der Ostumgehung vor Lärm und Abgasen zu schützen.


Geschrieben von Guido Ostermann am 22.04.2007 09:22 (269 x gelesen)



Artikel vom 21.04.2007

A-39-Vorzugstrasse steht bis Sommer fest.

Verkehrsministerium entscheidet anschließend Linienführung / Bis Jahresende neue Nutzenrechnung




Uelzen/Landkreis. Bis zum Sommer will die Regierungsvertretung Lüneburg das Raumordnungsverfahren für die geplante Autobahn 39 abschließen. Das kündigte Projektkoordinator Holger Manthey gestern am Rande des Erörterungstermins für Vertreter von Gemeinden und Behörden in der Uelzener Stadthalle an.

Danach bestimmt das Bundesverkehrsministerium die endgültige Linienführung. Auf deren Grundlage kann dann das Planfeststellungsverfahren für das Straßenbauprojekt eingeleitet werden.

Manthey geht davon, dass es an der von den Planern favorisierten Ost-Trasse keine größeren Änderungen mehr geben werde. Bis Jahresende soll zudem eine neue Nutzen-Kosten-Rechnung für das Projekt erstellt werden.

Während die Industrie- und Handelskammer jetzt auf einen zügigen Abschluss des Raumordnungsverfahrens setzt, kritisiert der Dachverband der A-39-Gegner , dass Alternativen bei der Prüfung "ohne nachvollziehbare Begründung unterlassen" worden seien.

Die Initiativen wollen "so schnell wie möglich" gegen die Trasse klagen, kündigte Sprecher Eckehard Niemann an.

Sie ist noch nicht meterscharf, aber die Trasse für die geplante Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg dürfte sich im Raumordnungsverfahren kaum noch nennenswert verschieben.
Davon geht Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg nach dem zweitägigen Erörterungstermin aus, der heute in der Stadthalle endet.

Gestern erläuterten die Planer der Landesbehörde rund 150 Vertretern der betroffenen Gemeinden das Prüfergebnis. Die beiden größten Änderungen hatte die Regierungsvertretung bereits vorab publik gemacht: So soll die Trasse im Lüneburger Osten nicht mehr am Kloster Lüne vorbeigeführt werden, sondern die bereits vorhandene Ostumgehung mit Standstreifen, Tempolimit und besserem Schallschutz ausgestattet werden.

Im Raum Bad Bodenteich werden nach der Ausweisung des Vogelschutzgebietes die Seewiesen in der neuen Variante (AZ berichtete) "deutlich entlastet", wie A-39-Planerin Annette Padberg betonte.
Am zwei Stellen entlang der Trasse ist sich die Regierungsvertretung noch unschlüssig, betonte Manthey. So plädieren die Landkreise Lüneburg und Uelzen im Bereich Ostheide dafür, die Autobahn länger in Höhe des Kanals entlangzuführen. Im Raum Oetzen fordern die Landwirte, dass die Route nicht durchs Tal bei Oetzendorf, sondern entlang der Gemarkungsgrenzen verläuft.

Keine Chance sieht der Koordinator des Raumordnungsverfahrens hingegen für das Bevenser Begehren, die Autobahn westlich der Kurstadt zu legen. Dass die Vorzugsvariante zwei Kilometer östlich der Kurstadt verläuft, hält er für vertretbar, "auch wenn dies misslich für die betroffenen Gemeinden" sei. Der Kurstatus werde indes nicht gefährdet.
"Eine Autobahnanbindung Bevensens im Norden und Süden sollte als Aufwertung des Ortes gesehen werden. Ob es bei den geplanten zwei Abfahrten bleiben müsse, ließ Manthey noch offen. Er verwies indes darauf, dass die Stadt im Westen entlastet werde.

Zum Auftakt der zweitägigen Beratungen hatten sich Autobahngegner und -befürworter vor der Stadthalle postiert. Gisela und Manfred Groß aus Lüneburg sind für eine Autobahn - "aber nicht durch Wohngebiete". Als Anlieger der Ostumgehung fürchten sie einen Verkehrskollaps und unerträgliche Lärmbelästigungen.

Die A-39-Gegner inszenierten den Auftritt von drei berittenen Musketieren. Gesandte des Volkes trugen dem König Gegenargumente vor und überbrachten 30 000 Unterschriften. Der Herrscher - mit bürgerlichem Namen Uwe Krieg - fand in dieser Inszenierung die Argumente "überzeugend" und die Autobahn "überflüssig".
In der Stadthalle spielten die 15 000 Einwände von Bürgern nur eine untergeordnete Rolle. "Einzelansprüche werden erst Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens", sagte Manthey. Die A-39-Gegner kritisierten dies als "scheindemokratische Alibiveranstaltung".


Allgemeine Uelzener Zeitung 21.04.2007


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