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Fakten : Generalanzeiger Uelzen vom 12.10.2008
Geschrieben von Guido Ostermann am 16.10.2008 11:22 (345 x gelesen)

Generalanzeiger Uelzen vom 12.10.2008


Kommentar „Nebenbei bemerkt“:

Wirtschaftswunder in Uelzen?

So ganz wirklich scheinen viele Bürger im Landkreis immer noch nicht an den Bau der A 39 glauben zu wollen. Die kann sowieso keiner bezahlen – so die leise Hoffnung, dass daran der Plan scheitert. Doch vergangenen Freitag wurde es erschreckend konkret: Die Teilabschnitte stehen fest, Pläne sind fertig – Details sollen bereits im November dieses Jahres vorliegen. Und man hört auch so manches munkeln – dass bereits nach Kiesvorhaben – direkt vor der Haustür - gefahndet wird...

Im Grunde ist eine Autobahn nicht unbedingt etwas, wovor man Angst haben müsste. Im Gegenteil: Nach wenigen Kilometern „schmeißt“ man sich auf die Schnellstraße und gibt Gas! Da würde es sich sogar lohnen, ein neues Auto anzuschaffen , das mehr PS unter der Motorhaube hat – schließlich hätte man jetzt die Gelegenheit, die Höchstgeschwindigkeit auch mal ausreizen. So schlecht finden generell die Bürger eine schnelle Anbindung nicht – wäre da nicht diese wesentliche Kleinigkeit: Vor der Haustür mag niemand eine Autobahn haben.

Aber ob eine A 39 tatsächlich ein „Wirtschaftswunder Landkreis Uelzen“ mit sich bringt, darf weiterhin bezweifelt werden. Und die Gegner kritisieren vieles nicht nur, um etwas kritisieren zu können. Es gibt viele Punkte, bei denen eigentlich selbst Befürworter mit dem Kopf nicken müssten. Und was richtig ernüchternd ist: Was könnte man mit allen diesen Millionen anfangen? Wieviele Rentner und Familien könnte man damit glücklich machen? Wie viele Kinder- und Jugendeinrichtungen könnten entstehen? Aber Bund und Land haben ja dafür kein Geld – und wer keines hat, kann eigentlich auch keines ausgeben – egal wofür... nde

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