AZ Uelzen, 8.3.2008 (LINK)
A-39-Gegner bei Gabriel
Umweltminister sichert Prüfung des B-4-Ausbaus zu / Termin am Dienstag
Dachverbandsprecherin Anette Niemann
und
Pressesprecher Eckehard Niemann
Uelzen/Berlin. Die Autobahngegner in der Region sind derzeit verstärkt optimistisch, dass die Pläne zum Bau der A 39 zugunsten eines Ausbaus der B4 - der so genannten Null-Plus-Variante - von der Politik aufgegeben werden.
Ein Antwortschreiben von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bestärkt den Dachverband der 35 Bürgerinitiativen, dass der Autobahnbau scheitern könnte. Darin spricht Gabriel davon, dass „durch das Projekt eine sehr hohe naturschutzfachliche Betroffenheit“ zu erwarten sei. „Es ist deshalb zu prüfen, ob und inwieweit die bisherigen Planungen oder aber Alternativen zum Ausbau des vorhandenen Streckennetzes mit der FFH- beziehungsweise der Vogelschutzrichtlinie in Einklang gebracht werden können. In diese Prüfung wird auf die von Ihnen angesprochene `Null-Plus-Variante` einbezogen“, heißt es weiter in dem Schreiben.
Eine kleine Delegation der Autobahngegner hat am Dienstag einen Termin im Umweltministerium, bei dem nach Angaben der Initiative Zusammentreffen mit Gabriel sowie mit Vertretern des zuständigen Fachreferates geplant sind.
Für die beiden Uelzener Sprecher der A-39-Gegner, Annette und Eckehard Niemann, zeichnet sich unterdessen ab, dass die A 39 zwar weiter gleichauf mit der A 22 genannt werde, doch "die Lobby ist mittlerweile schwach", meint Annette Niemann. "Niemals wird Niedersachsen in einem Zug 200 Autobahnkilometer vom Bund genehmigt bekommen", ist sich Eckehard Niemann sicher. "Die Chancen sind so günstig wie nie zuvor, eine Autobahn zu verhindern", sieht der Sprecher den Dachverband gestützt auf 50000 Unterschriften und 15000 Einwendungen als "bundesweit stärkste Bewegung gegen eine Autobahn".
Dass CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hilmer in dieser Woche die Rivalitäten mit der A 22 thematisiert und angemahnt hat, "aufzupassen, dass wir weiter oben auf der Liste bleiben", wertet Annette Niemann als "erste Absetzbewegung" zu dem Straßenprojekt. Sie appelliert an die Christdemokraten im Land, anstelle der A 39 "auf neue Verkehrskonzepte zu setzen".
Bisher fehle "ein starker Politiker, der offen sagt, was er denkt und auf eine Untersuchung der Alternativen drängt", sagt Eckehard Niemann. Er sieht dies aber "nur noch als eine Frage der Zeit". Auf die Frage, wen er da im Auge habe, fügt er hinzu: "Da bauen wir auf Herrn Struck." Dachverbandsprecherin Anette Nieman und Pressesprecher Eckehard Niemann
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